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Posts

Kynosarges 2503

Heute am 27. Februar abends am Anfang einer 40h-Schicht (von 19:00 heute bis 10:30 am Samstag sind es rechnerisch 39,5h) möchte ich über die vergangenen zwei Wochen zurückblicken, vor allem aber gleich zu Beginn festlegen, was mir die letzten drei Tage klar geworden ist: Mein Langzeitgast muss zum Wochenende gehen: Samstag Mittag kassiere ich die Schlüssel ein und gebe ihm bis Sonntag 18:00 Uhr 30h Zeit meine Wohnung zu verlassen. Gleichzeitig sage ich seinen Eltern Bescheid, damit sein Onkel ihn ggf. einsammeln kann. Für den Notfall könnte er noch bis Montag früh ausharren, aber für meine nächste Tagesschicht am Montag muss er draußen bleiben - nach dem angekündigten Rauswurf lasse ich ihn nicht mehr ohne meine Aufsicht in meiner Wohnung sein.  Die Tage seit dem letzten Eintrag möchte ich möglichst kurz zusammenfassen: Am 12. Februar nach der Arbeit hatte ich beinahe zehn Tage frei. Die ersten beiden verbrachte ich überwiegend zuhause, wobei für den 12. direkt eine neue Situation ...

Kynosarges 2502

Heute ist der 10. Februar. Seit dem 22. Januar ist wieder einiges passiert, wenn auch nicht so herausragend wie im Abschnitt davor. Seit dem Wochenende um den 18. Januar hatte die international größte Boot-Messe in Düsseldorf eröffnet, zu der zu gehen ich vorhatte, einmal allein, um Informationen zu sammeln, einmal mit Kind, um eine schöne Zeit dort zu verbringen. Nachdem ich am 22. noch einmal Sandwiches verteilen war, ging ich also am Donnerstag allein zur Messe, fand tatsächlich einige interessante Informationen über Elektroantriebe, die inzwischen erschwinglich waren, und über Badeplattformen, die als schwimmendes Dock und Basis für alles mögliche würden herhalten können, und natürlich viel mehr noch. Gleichzeitig waren mir Auftreten und Selbstverständnis vieler Luxus- und Motorbootinteressenten ein großes Ärgernis und erzeugten in mir viel Unverständnis bis Ablehnung. Einige Freunde konnte ich auch dort treffen. Mit Kind am Samstag dann nahm ich vor allem einige der Aktivitäten wa...

Kynosarges 2501

Es ist der 20. Januar, seit Ende Dezember des vergangenen Jahres, also seit dem letzten Beitrag ist sehr viel passiert, das es mir schwer macht, es alles in ein Bild zu bekommen. Ich las den Roman "Die Vermessung der Welt" von Daniel Kehlmann, der sich abwechselnd mit Humboldts Forschungsreise und Gauss' Forschungsdenken befasst, eine lohnende Lektüre, wenn ich das sagen darf, während ich letzte Woche verreist war. Die Wahl dieser Lektüre als Reisebegleitung war ziemlich zufällig, stellte sich jedoch als ziemlicher Katalysator heraus. Ziemlich mittig im Buch, im Kapitel "der Berg", äußert sich Humboldts Begleiter Bonpland über die bisherigen Reiseerlebnisse wie folgt: "Denke er an die vergangenen Monate, so sei ihm, als habe er dutzende Leben hinter sich, alle einander ähnlich und keines wiederholenswert. Die Orinokofahrt [Expedition des Vorjahres] scheine ihm wie etwas, wovon er in Büchern gelesen habe, Neuandalusien [heutiges Venezuela] sei eine Legende a...

Kynosarges 2415

Heute, am 28. Dezember, auf dem Weg zur Nordsee mit   der Arbeit, möchte ich einen Rückblick über die vergangenen Tage, über das vergangene Jahr mit Ausblick auf das kommende Jahr verfassen nebst einiger Betrachtungen zu den Fünfminutenschritten für den Fünfjahresplan sowie zu Verbindlichkeit und Disziplin im weitesten Sinn. Der Dienst um den 17. verlief ohne weitere besondere Vorkommnisse, danach beschäftigte ich mich mit dem Fünfjahresplan über ChatGPT, was allerdings nur wenig erhellend war - dazu unten mehr. Essen verteilen, ein nächtlicher Spaziergang auf den nahen Klosterberg und Flyer verteilen waren ein paar Tätigkeiten während jener Tage, zudem ein Besuch beim Christgeburtsspiel an der Waldorfschule in meiner Stadt. Samstag hatte ich mein Kind wieder, verbrachte den Mittag in der Bibliothek mit einem neuen Spiel, bei dem es um viel Hektik und Zeitmanagement im Zusammenhang mit Kochen ging. Nachmittag und Abend verbrachten wir mit Essen, Lesen und Film, am nächsten Morgen ...

Sexualverhalten

In den Medien wird derzeit ein Mann kritisch beleuchtet, der sich einen Namen machen konnte als satirischer Sprücheklopfer des linken und feministischen Spektrums. Er äußerte sich, sich selbst beschuldigend, dass er sich in seinen Beziehungen oft nicht entsprechend der Maßstäbe verhalten habe, die er durch seine öffentliche Arbeit setzte, sondern mehrere seiner Partner:innen sogar schlecht behandelt habe. Zum Einen wird er nun von den Massen verrissen, die von vornherein Wokeness und Feminismus gegenüber feindlich eingestellt waren, mit einer gewissen Häme, wie man erwarten kann, wenn man jemanden von einem hohen Ross herunterzerren kann. Zum Anderen verreisst ihn auch das linke Spektrum als scheinheilig und Verräter der eigenen Werte. Dazwischen gibt es Stimmen, die fragen, welcher Mensch mit öffentlichem Vorbildcharakter privat ohne Fehler ist wie auch, warum die Gesellschaft gerne Menschen überhöht, denn letztlich sind wir doch alle Menschen und scheitern regelmäßig an unseren Schwä...

Culture chauvinism and othering

I often wonder which level of education is necessary to understand that the own standards one is used to aren't more right or more justified or “naturally correct” compared to any others. I know, by nature, that state of mind comes automatically, to believe, only oneself speaks a proper language while all the others are gibberish. Many names for foreign languages came from that understanding, e.g. German, as seen from a Slavic perspective, is called “Nemetski”, referring to them as “those who have no language”, and ancient Greeks called all non-Greeks barbarians which could either refer to them as barbed=uncivilized or as people who only know how to speak “brr brr”. But even with political ideas and religion you find many who consider their own values as true and right and all the others as lies. From one's own perspective everybody considers themselves as freedom fighter, while from others’ perspective one is simply a terrorist. So how can we learn to get over with that chauvi...