An einem freien, geeigneten, möglichst zentralen Platz im öffentlichen Raum, aber trotzdem nicht die öffentlichen Abläufe störend, könnte man eine Struktur errichten, die freiwilliges Engagement für Low Tech konzentriert und dabei Menschen, die auf der Straße leben, einbezieht. Diese Struktur könnte auf einer Plattform zB aus Paletten oder Vergleichbarem untergebracht sein und darüber ein Tarp als Dach abgespant sein. Ein Teil könnte als Kammer oder Bretterverschlag Werkzeug usw. bereithalten. Dies könnte zB auch ein Schiffscontainer sein, abschließbar. Übernachtungen wären auf Pritschen/Werkbänken und Hängematten unter dem Tarp möglich. Das Dach wird mit Solarpaneelen ausgestattet, außerdem gäbe es Solar- und Kerzenöfen. Dort könnte man eine Küche für alle betreiben. Willkommen ist beim Projekt jede Person, die aktiv beiträgt zu den Notwendigkeiten wie Ordnung, Sauberkeit, Organisation und Sicherheit. Letztlich kann alles komplett im Container untergebracht und mit diesem transportiert werden.
Donnerstag Nacht, 09. Juli, im Bus von Lyon nach Köln: In der Nacht vom 04. auf den 05. Juli kam ich ja mit einer Portion Glück in Mulhouse an. Nach dem Fußball-Chaos auf den Straßen ging ich erstmal wieder zurück zum Bahnhof in der Hoffnung, die Person aus Blablacar, der ich für 03:00 Uhr eine Buchungsanfrage geschickt hatte, würde in letzter Minute noch antworten und mich mitnehmen. Dem war so aber nicht. Es gab ein weiteres Inserat für 03:20 Uhr, aber auch dieses blieb ohne Bestätigung, genauso bei einem um 04:40 Uhr und um irgendwann nach 05:00 genauso. Da hatte ich allerdings schon längst beschlossen, zu versuchen, zu trampen, und war schon auf dem Weg zur Autobahnauffahrt bzw. dann gegen 04:45 Uhr dort angekommen. So langsam graute der Morgen, und mir graute es auch, denn Verkehr auf die Autobahn gab es kaum und, inzwischen über eine Stunde Fußweg vom Bahnhof entfernt, sah ich im Fahrplan, dass ab zwischen 05:00 und 06:00 Uhr bereits wieder Züge für meine Reiserichtung fuhre...
Kommentare
Kommentar veröffentlichen