Jeder Mensch verfügt über einen moralischen Kompass, in etwa so etwas wie das Gewissen. Damit "weiß" - bewusst oder unbewusst - jeder Mensch, ob das, was er tut, richtig oder falsch ist. Es mag eine graue Zone dazwischen geben, die einer individuellen Interpretation bedarf, aber es gibt auch ganz klare Bereiche moralischer Gebote und Verbote, und jeder Mensch kennt diese.
Wenn sich also ein Selbstmordattentäter oder ein vergewaltigender Soldat zunächst Absolution durch eine geistliche oder weltliche Autorität holt, dann ist dies doch ein Zeichen dafür, dass sein Gewissen funktioniert, dass er also eigentlich weiß, dass das, was er tun will, schlecht ist. Das Gewissen kommt, wenn man so will, aus der "göttlichen Schöpfung", die Absolution kommt aus Menschenmund: Welchem Weg sollte man da besser folgen? Welcher ist dem Wahren und Guten näher?
Sonntag Abend, 6. April, und mir kommt ein neuer Schreibimpuls. Am 1. April hatte mich die Uni tatsächlich aus dem System genommen, weil eine Überweisung wegen des Semesterbeitrags auf ihrer Seite falsch verbucht wurde. Allerdings ließ sich dies bereits am 2. erfolgreich klären und am 3. war wieder alles repariert. 2. und 3. verbrachte ich mit kleinen Ausflügen mit meiner Mutter, das herrliche Frühlingswetter bot dies an. Am zweiten dieser beiden Tage waren wir in einer schönen kleinen Bibliothek eines milliardenschweren Fabrikanten. Die ausgestellten Bücher weckten in mir einerseits einen Schreibimpuls, andererseits wuchs auch erneut mein Interesse, in die geistigen Streifzüge anderer Jahrhunderte und Jahrtausende einzutauchen und zu sehen, was Menschen jener Zeiten uns heute Wahres und Relevantes sagen können per gedanklicher Zeitreise. Am 4. dann machte ich mich auf den Weg zunächst nach Stuttgart, um eine meiner Schwestern mit ihren Kindern zu sehen - ein verhältnismäßig kurzer Bes...
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