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Rassismus und Othering

Rassismus kam zuerst auf durch den transatlantischen Sklavenhandel, als in der Alten Welt Spanier, Portugiesen, Franzosen usw. in ihren Sklavenhandelsschiffen Kongolesen, Ghanaer, Nigerianer usw. verfrachteten. Als sie in der Neuen Welt ankamen, waren die einen nur noch Weiße und die Herren, die anderen nur noch Schwarze und die Untergebenen. Durch die Kolonialisierung Afrikas verstärkte sich dieses Gefälle noch. Davor gab es selbstverständlich unter allen Hautfarben Herren und Untergebene, zB gibt es aus dem 14. oder 15. Jahrhundert Gemälde von Szenen auf dem Marktplatz in Lissabon, auf dem reiche, gut gekleidete Händler afrikanisch-dunkelhäutiger Herkunft neben Lastenträgern heller Hautfarbe zu sehen sind. Als das oströmische Reich und damit die Seidenstraße im Niedergang begriffen waren, begann Portugal unter Heinrich dem Seefahrer die Westküste Afrikas zu erkunden und Handelsbeziehung dorthin aufzubauen. Im römischen Reich gab es sowohl Kaiser als auch Senatoren usw. von dunkler Hautfarbe ohne dass sich irgendwer daran gestört hätte. Da das Aufkommen dieses Gefälles zwischen den Hautfarben in die Neuzeit fällt, haben sich neben Religion auch Wissenschaft und Philosophie mit Rechtfertigungen eines solchen Systems befasst und damit Rasse- und Rassismusbegriff begründet.
Was es vorher schon gab, und wohl schon immer und unter fast allen Spezies, das ist Xenophobie und Othering, also dass man zwischen den Eigenen, also den Vertrauten, und den Fremden unterscheidet und daraus eine möglicherweise diskriminierende Ungleichbehandlung ableitet. Dieser Impuls liegt ursächlich möglicherweise tief in unserem Überlebensinstinkt verwurzelt. Da der Rassismus sich in großen Teilen damit überlappt, ist er leider so nachhaltig und lässt sich nur schwer überwinden.

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