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Krankheit: Sein und Bewusstsein

In einer Diskussion zur Corona-Pandemie in den sozialen Medien gab es eine These, dass Krankheit nicht durch Viren und Bakterien ausgelöst werde, sondern dass an erster Stelle ein krankes Bewusstsein stehe, das in seiner Folge den Körper in eine Umgebung verwandle, in der sich Viren und Bakterien besonders gut ausbreiten können. Gesundung könne daher, so die These, nur durch ein gesundes Bewusstsein eintreten.

Auch wenn ich einen solchen Ansatz nicht pauschal ablehne und ihn für fern-zukünftige Menschen vielleicht ernsthafter in Betracht ziehen würde, so kann ich dies doch wenig bis gar nicht für die Mehrzahl der heute lebenden und finde daher so einen Ansatz für die Allgemeinheit, der die Wirkung von Impfen und konventionellen Heilmethoden ablehnt bis leugnet, ziemlich problematisch.

Die WHO hat die Pocken mit Impfungen erfolgreich aus der Welt der Menschen geschafft.

Natürlich ist der konventionell-medizinische Ansatz oft wie einer mit der Brechstange.
Ich bin tief davon überzeugt, dass unsere Gesundheit psychosomatisch ist und dass wir Menschen durch unser Bewusstsein unser komplettes Sein bestimmen können - theoretisch. Und das ist auch gleich der Haken: theoretisch. Denn viele unserer Imponderabilien kennen wir gar nicht, und viele andere, die wir kennen, können wir trotzdem kaum bis gar nicht verändern.

Ein gewisser Herr Hamer, ehemals Dr. med., ging davon aus, dass Krebs sich dann in uns ausbreitet, wenn wir ihm psychosomatisch eine günstige Basis bieten, und psychosomatisch wollte er den Krebs wieder heilen, mit mäßigem Erfolg und Tod einiger seiner Patienten. Er hat sich strafbar gemacht, weil er ihnen die konventionelle Krebsbehandlung vorenthalten hat, mit der sie wohl noch leben würden.

Was man einfach nicht vergessen darf: Zum derzeitigen Stand der Entwicklung des Menschen gilt in vielen Fällen, dass das Sein sehr stark das Bewusstsein bestimmt. Und zwar nicht nur bei "Schlafschafen", sondern auch bei den besonders Erweckten, die solche Thesen wie oben aufstellen, und das beginnt schon damit, was wir essen und einatmen und hört nicht auf bei dem, was wir sehen, hören, denken und äußern. Und dies ist eben nicht nur theoretisch, sondern faktisch und immer ohne Ausnahme bis heute der Fall. D.h. auch dann, wenn wir im Bewusstsein müde werden das Sein zu bestimmen und eine Pause machen, macht das Sein keine Pause unser Bewusstsein zu bestimmen.

Ich wünschte, die Materialismus-Leugner würden das anerkennen. Man kann gut mit beiden Seiten umgehen, mit einem Sein, das das Bewusstsein bestimmt und mit einem Bewusstsein, das das Sein zu bestimmen versucht. Letzteres geht alerdings oft nur innerhalb eines Rahmens.

In anderen Worten:
Man kann vermutlich schon rein geistig "alles in gesunden Einklang bringen".

Aber zum Einen sind da die eigenen Schwächen, die man vielleicht doch nicht immer alle im Griff hat bzw. haben kann, falls man sich derer überhaupt bewusst ist.
Zum Anderen sind da die Faktoren der äußeren Welt, andere Menschen und ihr Einfluss, sowie einfach jedes weitere Leben mit seinen jeweils eigenen Zielsetzungen, auf die man jeweils wenig bis keinen Einfluss hat und auch nicht in größerer Form haben sollte.

Es klingt wie Verblendung, wenn man diesen Realismus negieren möchte um sich ausschließlich an eine fantastische und wenig ernsthaft realisierbare Version zu klammern.
Klar, wenn die Menschen "weniger menschlich" wären, gäbe es weniger Probleme, Kriege, Nöte usw. Aber das ist halt oft einfach nur "hätte, wäre, könnte"...

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