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Kynosarges 2606

Erneut sitze ich in einem Zug heute am Sonntag, 15. März, erneut auf dem Rückweg von meiner Mutter zurück zu mir nach Hause, und erneut sinniere ich über andere, viel frühere Zeiten, darüber, wie vor 1000 Jahren und mehr die Landschaften, die am Fenster vorbei sausen, noch stark überwiegend bewaldet waren, mit nur wenigen kleinen Siedlungen an Flussniederungen dazwischen, sinniere darüber, wie die Menschen damals ja nicht sehr verschieden ausgesehen haben werden von denen von heute, höchstens vielleicht andere Kleidung, Schuhe und Frisuren, und wie die Infrastruktur maximal aus Wegen festgetretener Erde, aus Ochsenkarren usw. bestanden haben mag. Indem ich so darüber nachdenke, frage ich mich, wie es wohl 1000 Jahre in der Zukunft sein könnte, welches Transportmittel Menschen in welcher Kleidung befördern und welches Bild der Umgebung sich ihnen dabei bieten könnte. Es ist schwierig, dabei nicht in irgendwelche Klischees aus Science-Fiction-Filmen zu verfallen. Mit der Vorstellung der Vergangenheit komme ich wahrscheinlich besser zurecht sowie auch damit, wie zukünftige Historiker und Archäologen unsere jetzige Normalität mit altertümelndem Blick betrachten könnten - hierzu hatte ich kürzlich, am Sonntag, 08. März, auf dem Weg zur Arbeit einen ähnlichen Impuls, als ich ein Stück zu Fuß von einem Bahnhof zu einem anderen und dabei vorbei an einem Barockschloss und durch eine teilbarocke Innenstadt ging, und mir versuchte vorzustellen, wie sich das Leben in der Barockzeit angefühlt haben mag für einen Menschen, der nur die Barockzeit und insbesondere nicht den Vergleich zur heutigen Zeit kennt. Genauso versuche ich das hin und wieder mit der Zeit der Römer - hierzu fand ich kürzlich in einem Buch von Hermann Mostar: Weltgeschichte höchst privat, in welchem insgesamt vor allem moralisch brisante Themen voyeuristisch abgearbeitet werden, eine interessante Passage, in der der Autor einen römischen Alltag absichtlich so beschreibt, als würde er nicht im Altertum, sondern in der Jetzt-Zeit stattfinden, also indem er historisch belegte Tatsachen mit für uns heute gebräuchlichen Wörtern bezeichnet und die Protagonisten mit Schienenfahrzeugen (auf Fahrspuren im Stein) wegen eines Gewerkschafts-Streiks ("Gilde") wegen kürzlicher Steuerreformen im Stau landen und diesen mit einer Taxi-Droschke umfahren, wobei der Autor den Text an seine Jetzt-Zeit angepasst hat, die etwa 60 Jahre vor meiner liegt und daher nichtsdestotrotz auch für mich schon wieder etwas zu sehr an seine Zeit gebunden klingt und ich mich frage, ob dem Autor beim Verfassen dies schon bewusst gewesen sein könnte. Als Gegenpol zu "sich in eine stark fremde Situation so hineinzuversetzen als sei sie die eigene" mag ich es dann gleichzeitig, "sich aus den eigenen Gewohnheiten so weit herauszuziehen als seien sie völlig fremd". Wir tendieren ja alle zunächst einmal dazu, unser Jetzt und Hier, unsere Standards und Werte als Norm zu setzen und alles andere daran zu messen, also auch hier einfach Othering bzw. eine Art "Kultur-Chauvinismus" zu betreiben. Das Thema gefällt mir daher immer wieder sehr, also sich selbst und Gewohnheiten bis hin zu tief verwurzelt geglaubten Normalitäten grundlegend zu hinterfragen und den Blick auf das Jetzt und Hier so zu werfen, wie ihn jemand werfen würde, für den das Jetzt und Hier keine oder eine ganz andere Bedeutung hat. Vielleicht drückt sich darin bei mir eine kynische, auf jeden Fall aber eine stark skeptische Tendenz aus. Thomas Nagel mit "What is it like to be a Bat" war hier u.a. eine spannende Anregung für mich. Ich möchte allerdings noch hinzufügen, auch wenn ich mich hier über Mostar erhebe, ich mir bewusst bin, dass ich auch nur meine Perspektive habe, die ich, wie Nagel sagt, nicht hintergehen kann, da für uns eine "View from Nowhere" kaum erreichbar ist, und somit genauso Opfer subjektiver Befangenheit bin wie wahrscheinlich alle anderen. Eine weitere Beobachtung im Zug sind dabei all die anderen Menschen, alle mit ihrer eigenen Selbstgerechtigkeit, einige davon mit einer fast schon unangenehm aufdringlichen, und demütig frage ich mich, wie sehr ich da nicht einfach genauso einer von ihnen bin. 
Am 05. März hatte ich den letzten Eintrag geschrieben mit dem so schönen, glücklichen Zusatz am Ende. Am Abend fand wieder eine Konferenz online zu dritt statt, bei der ich mein Glücksgefühl teilen konnte. Es ergab sich vor allem durch den Ingenieur-Freund eine interessante neue Wendung: Angeregt dadurch, dass er darüber nachdachte, Menschen während einer Tandemfahrradfahrt mit ihm zu interessanten Gesprächen einzuladen, erinnerte ich mich daran, dass ich schon seit einigen Jahren darüber nachdenke, Senioren und marginalisierte Menschen nach ihren Erkenntnissen aus ihrem langen bzw. von Schwierigkeiten geprägten Lebensweg zu befragen und dies ursprünglich als Buch mit Biografien und schönen Schwarzweißportraits herauszugeben. Im Gespräch kam nun die Überlegung auf, diese Idee aufzugreifen, und zwar ein bisschen im Stil von Tilo Jungs "Jung&naiv", nur eben nicht mit Personen des öffentlichen Lebens, sondern im Gegenteil eher mit denen, die oft nicht gesehen werden. Mir wurde als Hausaufgabe auferlegt, dazu ein Konzept zu entwickeln, was ich im Laufe der weiteren Tage mit der Gemini-KI tat und auf folgende Ergebnisse kam: 
Ich möchte eine Gesprächs-Serie, bei der es gelingt, von anfangs oberflächlichen Daten mehr in die Tiefe persönlicher Fragen zu gelangen, ohne dass dabei zu viel Bloßstellung und Scham aufkommen. Die Serie soll als solche einen roten Faden ziehen sowohl thematisch als auch durch wiederkehrende Elemente, die zu einem "signature move" werden können. Die KI schlug zunächst vor, dafür ein Foto der Person aus früheren Zeiten oder eine Zeremonie der Tee-Zubereitung etc. zu nehmen, doch auch wenn diese Ideen durchaus stark sind, fühlten sie sich für mich so naheliegend, schon hundertmal gesehen an, dass ich um weitere Vorschläge bat. Interessant fand ich nun die Idee, dass die Person einen Teil der Beleuchtung für sich stimmig würde ausrichten können, mehr Licht, mehr Schatten, und dass kontrastreiche Nahaufnahmen der Hände statt aufs Gesicht auch eindrucksvoll sein können, vielleicht sogar kleine Tätigkeiten mit den Händen, Steine und andere Gegenstände anfassen usw., wobei ich gerade beim Schreiben überlege: Könnte nicht bereits das Arrangieren der Beleuchtung den Fokus auf die Hände legen? Die Konzentration auf die Hände diente als non-verbaler Anker, der die Anonymität wahrt und gleichzeitig eine tiefere Intimität zulässt als das oft als invasiv empfundene Filmen des Gesichts. Es wäre also eine Form der haptischen Biografiearbeit. Auch eine Handlung wie das Waschen der Hände – mit einem ästhetischen Becken, Seife und Handtuch – böte eine hervorragende Gelegenheit für Nahaufnahmen. Fotos von früher und Getränke können ja darüberhinaus auch einbezogen werden wie auch vielleicht ein Feld von Begriffen, die für die Person und ihr Leben prägend waren, und die man über die Serie hinweg sammeln und miteinander in Beziehung setzen kann. Außerdem gab mir die KI wertvolle Anregungen für Fragen und Phrasen, wie man sich im Gespräch problematischen Themen annähern kann ohne dass dadurch Irritationen entstehen. 
Mir gefällt es, dieses Projekt weiterzuentwickeln, auch deswegen, weil es ja zu meinen Unternehmensideen passt, bei denen ich auf die eine oder andere Weise zB mit KI mit diesen Menschengruppen in Kontakt kommen möchte. Außerdem ergibt sich dadurch auch vielleicht erneut eine tiefe Freundschaft, wie ich sie vor einigen Jahren für einige Jahre mit einem hochbetagten Ehepaar hatte, so eng, dass ich die beiden als meine Ersatzgroßeltern empfand - auch diesbezüglich hatte mir die KI bereits vor einiger Zeit interessante Anregungen zu Vermächtnispflege gegeben, die ich über ein solches Projekt würde verfolgen können. Zur Unternehmensgründung gab es inzwischen positive Rückmeldung vom Finanzamt und per KI-Austausch noch weitere interessante Aspekte, die unter Einbeziehung meiner Mutter und meines Kindes lukrative steuerliche Vorteile und VdK- und weitere Anknüpfungspunkte ergeben könnten. So verbinden sich ideelle Werte mit einer soliden wirtschaftlichen Basis für mein zukünftiges Unternehmen; die Gründung allerdings ist noch nicht erfolgt, steht aber kurz bevor. Hierzu, zur besseren Klarheit und Struktur, möchte ich auch noch einen Aufsatz, ein Exposé formulieren, das das Unternehmen und sein Geschäftsfeld gut zusammenfasst und konkret Fragen der Machbarkeit beantworten soll. 
Am Freitag, 06. März, kam nachmittags wieder mein Kind zu mir und wir waren wieder in der Bibliothek, um Brettspiele zu spielen, abends kam noch eine Couchsurferin zu mir bzw. zu uns, die schon einige Male bei mir war, und wir spielten zu dritt ein weiteres Spiel. Samstag gingen mein Kind und ich ins Schwimmbad, u.a. um dort den Freischwimmer prüfen zu lassen, was nach etwas Anfangsproblemen, das Badepersonal hatte keine Möglichkeiten, die Prüfung einzurichten, schließlich erwartungsgemäß reibungslos klappte. Leider schon am Samstagabend ging mein Kind wieder zu seiner Mutter, weil ich für Sonntag bereits einen Arbeitseinsatz hatte.
Aus der Bahnfahrt, während der ich hier schreibe, möchte ich einen weiteren Punkt einfügen, der mich aus der unmittelbaren Beobachtung beschäftigt: Um Worms herum ist die Bahn sehr voll geworden und es stehen mehrere Fahrgäste ziemlich gedrängt auch im Gang. Ich sitze an einem voll besetzten Vierertisch und den Gang gegenüber sitzen weitere Fahrgäste an einem Vierertisch, zwischen beiden Tischen im Gang stehen mehrere weibliche Jugendliche und am Tisch gegenüber auf der Gangseite sitzt ein Mann mittleren Alters, der seine Hand so auf seinen Oberschenkel abgelegt hat, dass bei Schwankungen des Zuges eine Jugendliche seine Hand mit ihrem Oberschenkel und Gesäß berühren würde. Den Mann mit seinem starren Blick ins Nichts beobachtend kommt es mir so vor, als ob er ganz genau weiß, warum seine Hand so liegt wie sie liegt, und ich bin kurz davor, den Jugendlichen einen diskreten Hinweis zu geben. Allerdings frage ich mich, wenn ich sie nicht darauf hinweise, ob sie in ihrer Unwissenheit bleibend überhaupt zu Schaden kämen bzw. ob hier nicht der diskrete Hinweis erst den Schaden verursachen würde, außerdem frage ich mich, was es über mich selbst und meine Männlichkeit aussagt, wenn ich diese durchaus abstrakte Situation, die Motive dahinter und ihre Tragweite aus der Beobachtung begreife, also offensichtlich mit eigenen Erfahrungswerten verknüpfen kann. Mit der Reflexion von Geschlechterrollen, Feminismus und Patriarchat hatte ich mich in diesem Blog ja schon öfter befasst und mir drängt sich der Gedanke auf, dass es um mehr als nur Theorie geht, gehen muss, denn dass ich die Codes dieses Verhaltens dechiffrieren kann, liegt daran, dass ich selbst in diesem System sozialisiert wurde und dass ich selbst dieser Mann sein könnte. Ich begreife die Situation nicht aus einer moralischen Überlegenheit heraus, sondern weil ich das Interesse an solch grenzwertigen Momenten, das Kalkül hinter der Platzierung der Hand, persönlich kenne – oder zumindest die dunkle Resonanz dieses Impulses in mir spüre. Es ist schmerzhaft, aber notwendig einzuräumen: Ich bin nicht nur Beobachter des Problems, ich trage das Potenzial dazu in mir. Ich wünschte, solche ehrliche Selbstreflexion würde bei mir selbst tiefergehen, denn ich sehe weiterhin große Defizite bei mir selbst, wünschte auch, sie würde bei anderen Menschen häufiger stattfinden, in verschiedenen, nicht nur solchen Aspekten des Zwischenmenschlichen.
Am 08., nun also Sonntag, ging ich zur Arbeit und überließ der Couchsurferin einen Ersatzschlüssel, damit sie noch bis Montag unabhängig von mir zurechtkommen würde können. Auf diesem Weg zur Arbeit kam ich am oben genannten Schloss vorbei und hatte die Gedanken zum Barock. Auf der Arbeit hatten die Klientin und ihr Partner ihr Beziehungsjubiläum und wir gingen zunächst in der erstaunlich warmen Frühlingssonne in ein schönes Café und für den Abend nach Köln zum Essen und zur Geburtstagsfeier eines ihrer Freunde; ich war währenddessen mit deren Hund weiträumig in der Stadt spazieren und entwickelte dabei einige der Ideen für die Gesprächs-Serie; ich fragte mich, ob "Handlungen" oder Abwandlungen davon ein geeigneter Name für diese Serie sein könnte. Der Montag auf der Arbeit war weiterhin sonnig und bestens geeignet für einige Zeit auf dem Balkon mit Kaffee; zwischenzeitlich wurde ein neuer Tisch geliefert und der als beschädigt reklamierte abgeholt. Für den Nachmittag gingen die Klientin und ich in einen Elektromarkt, um dort ein Smartphone der neusten Generation zu kaufen, das ihr dann von der Arbeit zustoßender Partner bezahlen und das ihr zwei Jahre altes, noch gänzlich unbeschädigtes Gerät ersetzen sollte. Abends bauten er und ich den neuen Tisch auf und sie war bis spät in die Nacht damit beschäftigt ihr altes Smartphone mit dem neuen zu pairen, wobei sich dieses Beschäftigtsein stark überwiegend darauf bezog, stundenlang Ladebalken auf dem Display zu beobachten - doch während ich dies leicht spöttelnd äußere, weiß ich sehr wohl, dass ich genauso schon stundenlang Bildschirme betrachtet habe, auf denen lediglich ein langsamer Bearbeitungsfortschritt zu beobachten war; ich beziehe mich also inklusiv in meinen Spott mit ein. Ihr Partner hatte sich bereits zu Bett begeben, aber ich musste noch bis weit nach Mitternacht warten, bis sie schließlich bei Problemen mit der Einrichtung ihrer Banking-App aufgab und mit meiner Hilfe ebenfalls ins Bett ging. 
Dienstag kam ich wieder nach Hause, doch auf dem Nachhauseweg ging ich noch am Schwimmbad vorbei, denn am Samstag war niemand vom Badepersonal für eine Schwimmprüfung unterschriftsberechtigt und so konnte ich erst Dienstag den Ausweis abholen. Die Couchsurferin hatte tatsächlich den Schlüssel da gelassen - ich hatte schon befürchtet, dass sie das vergessen könnte - , hatte aber ansonsten, wie schon einmal, ihren Müll stehen gelassen, weil sie wahrscheinlich in meinem recht chaotischen Haushalt nicht fand, wo er zu entsorgen sei, und wahrscheinlich schon wieder vergessen hatte, dass ich sie auf die Tonnen im Hinterhof hingewiesen hatte. Es war kein großes Problem; für einen später an diesem Tag kommenden weiteren Couchsurfer konnte ich geschwind etwas Ordnung machen, dann ging ich in die Stadt, um etwas in der Bibliothek abzugeben und um ausgegangene Haushaltswaren nachzukaufen, dann traf ich mich mit diesem Couchsurfer, wir gingen erst zu mir nach Hause, dann für einen Spaziergang in die Stadt, in dessen Anschluss wir gemeinsam Essen verteilten; auf dem Weg dorthin konnte ich der Mutter meines Kindes auf ihrem Nachhauseweg von der Arbeit das Schwimmabzeichen nebst anderer, bei mir liegen gebliebener Dinge übergeben. Die Verteilung lief zu zweit gut, allerdings verwickelte ein Abnehmer russischer Herkunft meinen Couchsurfer, brasilianischer Herkunft und des Deutschen nicht mächtig, in ein Gespräch, bei dem er schlimm über die Ukrainer schimpfte und hoffte, dass sein geliebter Führer Putin die "ukrainischen Schweine" endlich aus dem Gebiet vertreibt, das den Russen zustehen würde, jetzt wo die Weltöffentlichkeit auf den Iran schaut. Er wirkte geistig etwas verwirrt und mein Couchsurfer half sich mit Kopfnicken ohne zu wissen, worum es ging, doch wir waren ohnehin bald fertig und konnten den Mann stehen und sich selbst überlassen. Am folgenden Tag, nun Mittwoch, hatten wir uns vorgenommen, Köln zu besuchen. Wir taten dies auch, allerdings machte ein Wetterumschwung zu durchgehend Regen uns einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Wir sahen einige Teile von Köln, hatten aber immer wieder das Bedürfnis, uns irgendwo überdacht zurückzuziehen, und kamen so leider nicht sehr weit. Am Nachmittag verabschiedeten wir uns in Köln, er wollte sich mit einem Freund treffen, und ich ging wieder nach Hause. 
Donnerstag, nun 12. März, hatte ich morgens einen Arzttermin wegen des großen Blutbildes, endlich - u.a. durch den Austausch mit KI - hatte sich das letztlich ergeben, war allerdings nicht ganz befriedigend, da der zuständige Arzt mich als potenzieller Hausarzt zunächst kennen lernen wollte. Immerhin ergaben sich daraus Fortsetzungstermine für die besagte Blutabnahme und weitere Gespräche, außerdem gab er mir einen Überweisungscode für einen Termin für die ebenfalls schon besagte Tiefenpsychologie. Nach dem Arzttermin machte ich mich direkt auf zum Zug zu meiner Mutter und während ich dafür auf dem letzten Streckenabschnitt war, begann wieder eine Konferenz online zu dritt, bei der ich über die Gesprächs-Serie und über die weiteren Aspekte zur Gründung berichten konnte. Ich wollte meine Mutter direkt zu den Ideen fragen und zog sogar in Betracht, gemeinsam mit ihr zum Notar zu gehen, allerdings fiel mir erst bei ihr auf, dass ich meinen Ausweis zusammen mit meiner Jacke bei mir zuhause gelassen hatte. 
Zwei schöne Tage bei meiner Mutter folgten nebst zwei Fahrten zum hochbetagten Freund, der an zwei Abenden in Folge mit fast 92 Jahren ein qualitativ sehr hochwertiges Klavier-Hauskonzert gab; am zweiten dieser Abende kam ich bereits nachmittags zu ihm für ein Gespräch. In der Nacht nach dem ersten Konzert, also Freitag, 13. März, konnte ich nur noch mit der allerletzten Bahnverbindung zu meiner Mutter fahren, mit Verspätung, so dass ich den Anschluss versäumte und mich schon auf einen Spaziergang durch die Nacht einstellte, allerdings half mir der ausgestreckte Daumen, noch eine Autofahrt bis in die Nähe meiner Mutter ergattern zu können, so dass ich immerhin um 01:30 Uhr ins Bett kam. Und heute, am Sonntag, 15. März, bin ich seit morgens nach dem gemeinsamen Frühstück wieder in der Bahn zurück zu mir, wo ich bald am Nachmittag ankommen und mich mit einer anderen Person von Couchsurfing für einen Spaziergang treffen werde. 
Die kommenden Tage steht morgen, Montag, 16. März, wieder eine 24h-Schicht bis Dienstag an, dann kommt abends wieder eine Couchsurferin, Mittwoch ist bislang frei, Donnerstag findet die Blutabnahme statt, Freitag steht eine weitere 24h-Schicht an, die Samstag in den Geburtstag meines Kindes im Schwimmbad, stolz mit neuem Abzeichen an der Badekleidung, mündet. Sonntag, Montag und Dienstag sind wieder frei, Mittwoch auf Freitag folgt eine Doppelschicht, die, Stand jetzt, in den Gerichtstermin zur Erbsache und dieser in ein weiteres Wochenende mit meinem Kind und in die Osterferien mit Bootsausflug münden wird - für den Gerichtstermin sind dabei noch wichtige Vorbereitungen nötig, dem Umstand geschuldet, dass der Termin mehrfach verschoben worden war, und beim Boot hoffe ich, dass nach mehreren Monaten an ungeschützter Stelle ohne es aufzusuchen auch weiterhin noch alles in Ordnung sein wird. Die Bootsfahrt wiederum wird in den Familien-Osterurlaub und dieser in eine mehr als 48h-Schicht an der Nordsee münden, gefolgt von der Geburtstagsfeier meiner Mutter und einer weiteren Fahrt mit dem Boot bis Mitte April. 
Soweit...

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