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Kynosarges 2603

Heute ist Dienstag, 10. Februar, und ich bin mal wieder mit dem Zug unterwegs von meiner Mutter zurück zu mir nach Hause, um morgen wieder in einer Doppelschicht zu arbeiten, über Weiberfastnacht.  Dienstag vor einer Woche brachte ich einen Transporter zur Messe und schaute mich dabei noch etwas nach kohlenhydrate- und zuckerarmen, dafür proteinreichen Snacks um, fand aber nicht viel, und am Mittwoch dann half ich beim Abbau, was ohne Komplikationen vonstatten ging. Ich hatte mich schon die letzten Male geäußert über die Klassenunterschiede und das teils (unbewusst?) zur Schau gestellte "etwas besseres sein" einiger, zB in ihrem Gehabe, ihren Blicken, dennoch war es auch dieses Mal wieder erstaunlich, wie sich binnen weniger Stunden, binnen weniger Minuten teils sogar, die Atmosphäre von "dicker Bauch in Sakko und Lackschuh" mit teils gehobenem Geschwafel und "Dr." und sonstigen Titeln auf Namensschildern ändert zu schaffigen Menschen, die Dialekt reden, a...
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Kynosarges 2602

Der Januar ist gerade vorbei. Sonntag, 1. Februar, und ich sitze in einem Café, während mein Kind, dieses Wochenende bei mir, gerade in einer Theaterprobe ist.  Seit dem letzten Eintrag am 18. Januar ist nicht sehr viel geschehen. Die Bücherstapel und einige der Regale habe ich Montag, 19. in Angriff genommen, aber zunächst neue Stapel daraus gemacht nach Kategorien "will ich behalten", "will ich mal reinschauen/lesen, dann weg", "will ich weg tun" und "sind Bücher für mein Kind". Die Bücher der ersten beiden Kategorien sind in den inzwischen freien Raum im Regal gewandert, einige wenige habe ich bereits überflogen bzw. zum baldigen Lesen geplant. Mir ist dabei aufgefallen, dass ich überraschend viel Literatur zu Franz von Assisi habe, teils Geschenke noch aus Lehrerzeiten. Im Hinblick auf mögliche spirituelle Vertiefungen fühlte sich diese Entdeckung ein bisschen wie ein Zeichen an. Am Abend habe ich wieder eine Essensverteilung gemacht. Am Dien...

Kynosarges 2601

Heute ist Freitag, 16. Januar 2026, und ich habe diesen Eintrag etwa eine Woche vor mir her geschoben, weil ich eine Aufgabe vorher erledigt haben wollte. Leider ist dies mir nicht gelungen, nämlich für die Geschichte für mein Kind das zweite Kapitel zu schreiben. Es ist wirklich verflixt: Mir sprudeln unzählige Ideen durch den Kopf, solange sie sich in die Unverbindlichkeit ergießen und entfalten können, aber sobald ich sie anpacken will, sobald sie sich konkretisieren, verbindlich werden sollen, nehmen sie Reißaus und es ist ein Krampf, fast ein Kampf, kräftezehrend, sie umzusetzen. Ich denke, dass es so sehr vielen Menschen geht, aber bei mir ist manchmal die Kluft zwischen "tun wollen" und "wirklich tun" deutlich größer als bei der Mehrheitsgesellschaft. Sicherlich gibt es Menschen, bei denen sie noch um ein Vielfaches größer ist, aber ich habe ja letztlich nur mich selbst zur Verfügung, um an mir selbst etwas verändern zu können nach Vorstellungen, die ich von ...

Kynosarges 2535

Heute ist Sonntag, der 28. Dezember am Abend. Bis eben saß ich im Hotel und schlug mir am Buffet den Magen voll mit unzähligen sehr mittelmäßigen Speisen, mittelmäßig, weil für viele verschiedene Geschmacksgewohnheiten tauglich, immerhin mit vielfältigen Optionen, um nachzuwürzen, aber auch dann noch Mittelmaß. Aber was soll ich mich beschweren - ich esse dort täglich umsonst, seit ich am Dienstag, 23. Dezember mit der Klientin und ihrem Partner hier ankam. Während ich nun hier schreibe, sitze ich in der Nacht am Strand im Süden Teneriffas. Bei kurzer Kleidung ist es gerade so nicht zu kalt für mich - die Klientin und ihr Partner hingegen bevorzugen am Abend hier schon eine Jacke. Tagsüber ist es allerdings zuverlässig warm und die Sonne oft sogar sonnenbrandgefährlich - meine Stirn und Nase sind mal wieder gerötet. Gestern habe ich mir einen Sonnenhut besorgt - Sonnencreme nutze ich nur selten zum Einen, weil ich meiner Haut nicht irgendwelche Chemie und sonstige Mittel antun will und...

Kynosarges 2534

Heute ist Donnerstag, 18. Dezember, und ich sitze mit einem Schokomokka auf dem Mittelalter-Weihnachtsmarkt, nachdem ich dort mal wieder ein bisschen den Gaukler-Darbietungen zu- und mir eine große, handgemachte Hängematte angeschaut habe. Zur Hängematte unten mehr.  Bis Samstag, 06. Dezember, Nikolaustag, blieb ich bei meiner Mutter, habe ihr bei verschiedenen Situationen geholfen und war mit ihr auf dem Weihnachtsmarkt in ihrer Stadt. Konkreter das ausformuliert, was ich im letzten Eintrag als "WaRiGu" bezeichnet hatte, habe ich nicht, doch die am Ende nachgeschobenen Zusätze gären weiter in mir und werden ziemlich zuverlässig nach und nach weitere Ergebnisse liefern. Samstag hätte unter Umständen ein Couchsurfer zu mir kommen wollen, das kam aber nicht zustande. Sonntag verbrachte ich träge zuhause, Montag bis auf Essensverteilung abends ebenso.  Dienstag, 09. Dezember verbrachte ich halb privat, halb mit der Arbeit im Phantasialand "Wintertraum", eine vollkommen...