Es ist Donnerstag, 15. Oktober am Nachmittag, und ich sitze bei der Arbeit in einer Bereitschaftspause. Auch wenn ich hier wohl keinen Eintrag fertig gestellt bekomme, möchte ich dennoch beginnen, zum Einen, weil ich nicht wieder so viel Zeit verstreichen lassen will, zum Anderen, weil es aktuelle Elemente gibt, die mich mein Roman-Projekt von vor zwei Jahren wieder aufgreifen lassen. Aber keine Sorge, es ist nichts Außergewöhnliches bzw. Schlimmes passiert, lediglich alltägliche Stolperfallen und sonstige Situationen, die mir neue Gedanken anregen, teils kreativ, teils, um die Situationen verarbeiten zu können, sie vielleicht sogar heilsam zu entwickeln. Als ich heute Morgen die Schicht übernahm, war die Klientin durch äußere Gründe noch mitten in der Morgenroutine: Das Warmwasser war die Tage gestört und erst kurz vor meiner Ankunft wieder instand gesetzt worden. Ich machte mit meinem Kollegen einen fliegenden Wechsel und fragte die Klientin, wie weit er mit ihr gekommen s...
Wie schon öfter, befinde ich mich erneut in einem Zug. Es ist Sonntag, 27. September, und es geht nach Mannheim. Ich fahre dorthin, um mich u.a. um mein dort geparktes Auto zu kümmern, das mir inzwischen schon zwei Strafzettel gebracht hat, und um am morgigen Tag für den Freund, dem ich bei seinem Umzug geholfen habe, noch die letzte Ration einzuladen und zu transportieren. Doch zunächst möchte ich zusammenfassen, was seit dem letzten Eintrag vom 15. September passiert ist: An jenem Tag, das war ja noch während der Teneriffa-Reise mit der Klientin, ihrem Partner und einem Kollegen, hatte ich meinen freien Tag, und weil ich mit dem letzten Eintrag stark in Verzug war, hing mir der im Nacken und ich verbrachte die meiste Zeit am Pool bzw. in Hotelnähe. Erst abends, nach Einbruch der Dunkelheit, ging ich ausführlich in der Stadt spazieren, vor allem in Gebiete, in denen ich vorher noch nicht war und die ein großes Übergewicht, in doppeltem Wortsinn, möchte man sagen, an englischen To...