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Kynosarges 2604

Heute ist Mittwoch, 18. Februar.  Mal wieder sitze ich im Zug, erneut auf dem Rückweg von meiner Mutter zu mir.  Die Doppelschicht am 11. Februar war einfach, denn als ich zum Dienst kam, war die Klientin mit ihrem Partner auf einer Beerdigung, von der sie erst am späteren Nachmittag wiederkam, und verbrachte den frühen Abend weiterhin mit ihrem Partner, bis dieser aufbrach, um am Folgetag eine Schulung zu besuchen. Die Klientin ihrerseits ging währenddessen mit ihrer Mutter auf eine Karnevalsveranstaltung bis in den späten Abend, von der ihr Partner, dann wieder von der Schulung zurück, sie wieder abholte. Natürlich hatte ich dazwischen einiges zu tun, aber überwiegend war ich vor allem mit dem Hund alleine.  Freitag direkt nach der Arbeit, ohne noch bei mir zuhause vorbeizuschauen, fuhr ich mit dem Zug nach Süddeutschland, zunächst in den Großraum Straßburg, wo eine meiner Schwestern mit ihrem Partner eine neue Wohnung mit Landwirtschaftsbezug gefunden hatte. Im Zug saß...
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Kynosarges 2603

Heute ist Dienstag, 10. Februar, und ich bin mal wieder mit dem Zug unterwegs von meiner Mutter zurück zu mir nach Hause, um morgen wieder in einer Doppelschicht zu arbeiten, über Weiberfastnacht.  Dienstag vor einer Woche brachte ich einen Transporter zur Messe und schaute mich dabei noch etwas nach kohlenhydrate- und zuckerarmen, dafür proteinreichen Snacks um, fand aber nicht viel, und am Mittwoch dann half ich beim Abbau, was ohne Komplikationen vonstatten ging. Ich hatte mich schon die letzten Male geäußert über die Klassenunterschiede und das teils (unbewusst?) zur Schau gestellte "etwas besseres sein" einiger, zB in ihrem Gehabe, ihren Blicken, dennoch war es auch dieses Mal wieder erstaunlich, wie sich binnen weniger Stunden, binnen weniger Minuten teils sogar, die Atmosphäre von "dicker Bauch in Sakko und Lackschuh" mit teils gehobenem Geschwafel und "Dr." und sonstigen Titeln auf Namensschildern ändert zu schaffigen Menschen, die Dialekt reden, a...

Kynosarges 2602

Der Januar ist gerade vorbei. Sonntag, 1. Februar, und ich sitze in einem Café, während mein Kind, dieses Wochenende bei mir, gerade in einer Theaterprobe ist.  Seit dem letzten Eintrag am 18. Januar ist nicht sehr viel geschehen. Die Bücherstapel und einige der Regale habe ich Montag, 19. in Angriff genommen, aber zunächst neue Stapel daraus gemacht nach Kategorien "will ich behalten", "will ich mal reinschauen/lesen, dann weg", "will ich weg tun" und "sind Bücher für mein Kind". Die Bücher der ersten beiden Kategorien sind in den inzwischen freien Raum im Regal gewandert, einige wenige habe ich bereits überflogen bzw. zum baldigen Lesen geplant. Mir ist dabei aufgefallen, dass ich überraschend viel Literatur zu Franz von Assisi habe, teils Geschenke noch aus Lehrerzeiten. Im Hinblick auf mögliche spirituelle Vertiefungen fühlte sich diese Entdeckung ein bisschen wie ein Zeichen an. Am Abend habe ich wieder eine Essensverteilung gemacht. Am Dien...

Kynosarges 2601

Heute ist Freitag, 16. Januar 2026, und ich habe diesen Eintrag etwa eine Woche vor mir her geschoben, weil ich eine Aufgabe vorher erledigt haben wollte. Leider ist dies mir nicht gelungen, nämlich für die Geschichte für mein Kind das zweite Kapitel zu schreiben. Es ist wirklich verflixt: Mir sprudeln unzählige Ideen durch den Kopf, solange sie sich in die Unverbindlichkeit ergießen und entfalten können, aber sobald ich sie anpacken will, sobald sie sich konkretisieren, verbindlich werden sollen, nehmen sie Reißaus und es ist ein Krampf, fast ein Kampf, kräftezehrend, sie umzusetzen. Ich denke, dass es so sehr vielen Menschen geht, aber bei mir ist manchmal die Kluft zwischen "tun wollen" und "wirklich tun" deutlich größer als bei der Mehrheitsgesellschaft. Sicherlich gibt es Menschen, bei denen sie noch um ein Vielfaches größer ist, aber ich habe ja letztlich nur mich selbst zur Verfügung, um an mir selbst etwas verändern zu können nach Vorstellungen, die ich von ...

Kynosarges 2535

Heute ist Sonntag, der 28. Dezember am Abend. Bis eben saß ich im Hotel und schlug mir am Buffet den Magen voll mit unzähligen sehr mittelmäßigen Speisen, mittelmäßig, weil für viele verschiedene Geschmacksgewohnheiten tauglich, immerhin mit vielfältigen Optionen, um nachzuwürzen, aber auch dann noch Mittelmaß. Aber was soll ich mich beschweren - ich esse dort täglich umsonst, seit ich am Dienstag, 23. Dezember mit der Klientin und ihrem Partner hier ankam. Während ich nun hier schreibe, sitze ich in der Nacht am Strand im Süden Teneriffas. Bei kurzer Kleidung ist es gerade so nicht zu kalt für mich - die Klientin und ihr Partner hingegen bevorzugen am Abend hier schon eine Jacke. Tagsüber ist es allerdings zuverlässig warm und die Sonne oft sogar sonnenbrandgefährlich - meine Stirn und Nase sind mal wieder gerötet. Gestern habe ich mir einen Sonnenhut besorgt - Sonnencreme nutze ich nur selten zum Einen, weil ich meiner Haut nicht irgendwelche Chemie und sonstige Mittel antun will und...