Samstag, 02. Mai, wieder im Zug, wieder zu meiner Mutter. Vor acht Tagen, am Freitag, 24. April, habe ich auf dem Boot den letzten Blogeintrag fertig geschrieben und dann mit der Reparatur des Abgasschalldämpfers begonnen, mit anfänglichen Schwierigkeiten, weil die Reihenfolge des Einbaus relevant war und ich infolgedessen dreimal anfangen musste, aber letztlich erfolgreich war. Samstag, 25. April, habe ich die Reparatur der Wasserkühlung angehängt, auch teils mit Schwierigkeiten, aber auch hier letztlich erfolgreich, so dass ich am späten Nachmittag den Motor anlassen und hinten das Wasser herausspritzen sehen konnte. Sonntag fuhr ich an Épinal vorbei durch Golbey über eine etwa 15-stufige Schleusentreppe bis zur höchsten Ebene, der Wasserscheide zwischen Mosel, im weiteren Verlauf Rhein und Nordsee, und der Saône, im weiteren Verlauf Rhône und Mittelmeer. Ich suchte dann einen möglichen Parkplatz für mein Boot, konnte aber über einige Kilometer keinen finden - innerh...
Heute ist Donnerstag, der 23. April. Ich bin wieder mal im Zug, später dann auf meinem Boot, und schreibe an einem Eintrag weiter, den ich vor über einer Woche begonnen habe: Auch dieses Mal, Montag, 13. April, sitze ich, zwar nicht im Zug, aber am Bahnhof in Erwartung eines stark verspäteten Zuges. Meine Stimmung ist etwas gedrückt, nur ansatzweise durch die Bahnsituation, hauptsächlich deshalb, weil mich eine schwermütige Episode erreicht hat. Ich fühle mich niedergeschlagen, weil ich quasi endlos Zeit habe und hatte, um mich ausführlich um kreative Entfaltung kümmern zu können, und diese Zeit nicht genutzt habe, sie absichtlich habe verstreichen und die Langeweile über mich habe hereinbrechen lassen, während ich mich sinnloser Zerstreuung mit vielen Kontakten online hingegeben habe. Und ich verstehe mehr und mehr, woran das liegt. Ich fühle, dass ich nicht darum herumkommen werde, eine gewisse narzisstische Störung bei mir in Betracht zu ziehen: Es ist mir ein Bedürfnis, ...