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Kynosarges 2612

Freitag, 12. Juni morgens im Zug auf der Fahrt zur Arbeit: Am Donnerstag, 28. Mai, schloss ich meinen letzten Eintrag während der Arbeit in Vorbereitung auf eine Fahrt durch die Nacht nach Berlin mit dem Wagen der Klientin; bei der Fahrt sollte auch der Hund dabei sein. Die Arbeit verlief reibungslos, aber die Fahrt durch die Nacht war ziemlich schwer. Zuerst fuhr der Partner für etwa zwei Stunden bis er sich wohl nicht mehr sicher fühlte, dann fuhr ich für etwa zwei Stunden, auch mir wurde die Fahrt immer schwerer, ich hatte mit Müdigkeit zu kämpfen, dann fuhr er weitere anderthalb Stunden und ließ mir das letzte Stück, noch einmal anderthalb Stunden, nach Berlin in die Stadt hinein, recht zentral nahe dem Potsdamer Platz. Die Nachtfahrt sollte als Idee Berufs- und Urlaubsverkehr vermeiden, was auch gelang, denn auf den Autobahnen war nicht sehr viel los, hilfreich beim Kampf mit Sekundenschlaf. Allerdings war das Hotelzimmer erst ab 15:00 Uhr verfügbar, somit hingen wir noch etliche ...
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Kynosarges 2611

Durch verschiedene Ereignisse der letzten Tage ist inzwischen Mittwoch, 27. Mai, sechs Tage später als ich eigentlich zu schreiben begonnen hatte: Heute ist Donnerstag, der 21. Mai. Und ja, ich sitze wieder mal in einer Bahn, und zwar auf dem Weg zu einer MRT-Untersuchung.  Seit dem letzten Eintrag sind mal wieder fast 20 Tage vergangen, mit vielen verschiedenen Aspekten und Ereignissen, so dass mir die ersten davon, die auf meinem Boot, bereits wie in weiter Ferne vorkommen: Am Sonntag, dem 03. Mai, bin ich von meiner Mutter aufgebrochen nach Frankreich. Leider gab es unterwegs Verspätungen, so dass ich nicht mehr wie geplant am späten Abend nach Épinal und von da zu meinem Boot kommen würde, sondern von Strasbourg einen Umweg über Nancy mit der letztmöglichen Verbindung nehmen musste und damit erst gegen Mitternacht in Épinal ankam. Von da aus lag noch ein Fußmarsch von über einer Stunde durch die Nacht vor mir, durch abgelegene Vororte von Épinal, denn das letzte Mal, nach dem P...

Kynosarges 2610

Samstag, 02. Mai, wieder im Zug, wieder zu meiner Mutter.  Vor acht Tagen, am Freitag, 24. April, habe ich auf dem Boot den letzten Blogeintrag fertig geschrieben und dann mit der Reparatur des Abgasschalldämpfers begonnen, mit anfänglichen Schwierigkeiten, weil die Reihenfolge des Einbaus relevant war und ich infolgedessen dreimal anfangen musste, aber letztlich erfolgreich war.  Samstag, 25. April, habe ich die Reparatur der Wasserkühlung angehängt, auch teils mit Schwierigkeiten, aber auch hier letztlich erfolgreich, so dass ich am späten Nachmittag den Motor anlassen und hinten das Wasser herausspritzen sehen konnte.  Sonntag fuhr ich an Épinal vorbei durch Golbey über eine etwa 15-stufige Schleusentreppe bis zur höchsten Ebene, der Wasserscheide zwischen Mosel, im weiteren Verlauf Rhein und Nordsee, und der Saône, im weiteren Verlauf Rhône und Mittelmeer. Ich suchte dann einen möglichen Parkplatz für mein Boot, konnte aber über einige Kilometer keinen finden - innerh...

Kynosarges 2609

Heute ist Donnerstag, der 23. April. Ich bin wieder mal im Zug, später dann auf meinem Boot, und schreibe an einem Eintrag weiter, den ich vor über einer Woche begonnen habe: Auch dieses Mal, Montag, 13. April, sitze ich, zwar nicht im Zug, aber am Bahnhof in Erwartung eines stark verspäteten Zuges. Meine Stimmung ist etwas gedrückt, nur ansatzweise durch die Bahnsituation, hauptsächlich deshalb, weil mich eine schwermütige Episode erreicht hat. Ich fühle mich niedergeschlagen, weil ich quasi endlos Zeit habe und hatte, um mich ausführlich um kreative Entfaltung kümmern zu können, und diese Zeit nicht genutzt habe, sie absichtlich habe verstreichen und die Langeweile über mich habe hereinbrechen lassen, während ich mich sinnloser Zerstreuung mit vielen Kontakten online hingegeben habe.  Und ich verstehe mehr und mehr, woran das liegt.  Ich fühle, dass ich nicht darum herumkommen werde, eine gewisse narzisstische Störung bei mir in Betracht zu ziehen: Es ist mir ein Bedürfnis, ...