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Kynosarges 2611

Durch verschiedene Ereignisse der letzten Tage ist inzwischen Mittwoch, 27. Mai, sechs Tage später als ich eigentlich zu schreiben begonnen hatte: Heute ist Donnerstag, der 21. Mai. Und ja, ich sitze wieder mal in einer Bahn, und zwar auf dem Weg zu einer MRT-Untersuchung.  Seit dem letzten Eintrag sind mal wieder fast 20 Tage vergangen, mit vielen verschiedenen Aspekten und Ereignissen, so dass mir die ersten davon, die auf meinem Boot, bereits wie in weiter Ferne vorkommen: Am Sonntag, dem 03. Mai, bin ich von meiner Mutter aufgebrochen nach Frankreich. Leider gab es unterwegs Verspätungen, so dass ich nicht mehr wie geplant am späten Abend nach Épinal und von da zu meinem Boot kommen würde, sondern von Strasbourg einen Umweg über Nancy mit der letztmöglichen Verbindung nehmen musste und damit erst gegen Mitternacht in Épinal ankam. Von da aus lag noch ein Fußmarsch von über einer Stunde durch die Nacht vor mir, durch abgelegene Vororte von Épinal, denn das letzte Mal, nach dem P...
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Kynosarges 2610

Samstag, 02. Mai, wieder im Zug, wieder zu meiner Mutter.  Vor acht Tagen, am Freitag, 24. April, habe ich auf dem Boot den letzten Blogeintrag fertig geschrieben und dann mit der Reparatur des Abgasschalldämpfers begonnen, mit anfänglichen Schwierigkeiten, weil die Reihenfolge des Einbaus relevant war und ich infolgedessen dreimal anfangen musste, aber letztlich erfolgreich war.  Samstag, 25. April, habe ich die Reparatur der Wasserkühlung angehängt, auch teils mit Schwierigkeiten, aber auch hier letztlich erfolgreich, so dass ich am späten Nachmittag den Motor anlassen und hinten das Wasser herausspritzen sehen konnte.  Sonntag fuhr ich an Épinal vorbei durch Golbey über eine etwa 15-stufige Schleusentreppe bis zur höchsten Ebene, der Wasserscheide zwischen Mosel, im weiteren Verlauf Rhein und Nordsee, und der Saône, im weiteren Verlauf Rhône und Mittelmeer. Ich suchte dann einen möglichen Parkplatz für mein Boot, konnte aber über einige Kilometer keinen finden - innerh...

Kynosarges 2609

Heute ist Donnerstag, der 23. April. Ich bin wieder mal im Zug, später dann auf meinem Boot, und schreibe an einem Eintrag weiter, den ich vor über einer Woche begonnen habe: Auch dieses Mal, Montag, 13. April, sitze ich, zwar nicht im Zug, aber am Bahnhof in Erwartung eines stark verspäteten Zuges. Meine Stimmung ist etwas gedrückt, nur ansatzweise durch die Bahnsituation, hauptsächlich deshalb, weil mich eine schwermütige Episode erreicht hat. Ich fühle mich niedergeschlagen, weil ich quasi endlos Zeit habe und hatte, um mich ausführlich um kreative Entfaltung kümmern zu können, und diese Zeit nicht genutzt habe, sie absichtlich habe verstreichen und die Langeweile über mich habe hereinbrechen lassen, während ich mich sinnloser Zerstreuung mit vielen Kontakten online hingegeben habe.  Und ich verstehe mehr und mehr, woran das liegt.  Ich fühle, dass ich nicht darum herumkommen werde, eine gewisse narzisstische Störung bei mir in Betracht zu ziehen: Es ist mir ein Bedürfnis, ...

Kynosarges 2608

Erneut beginne ich diesen Eintrag während einer Zugfahrt. Es ist Ostermontag, der 06. April, und ich bin auf dem Weg zur Arbeit an die Nordsee. Zweieinhalb Stunden liegen noch vor mir. Während der Fahrt sinniere ich über das, was ich eigentlich für mich und mein Leben suche: eine wahrhaftige Schicksalsgemeinschaft für radikale Autarkie, polyamores Wachstum und das gemeinsame Erforschen existenzieller Grenzen – etwa mit der Velo-Proa oder dem Kynosarges. Doch dafür muss ich mehr ins Handeln kommen und weniger im Träumen verweilen. Am Freitag, 27. März fuhr ich ja nach dem Gerichtstermin wieder mit dem Zug nach Hause. Mein Kind kam dann abends noch zu mir, aber viel tun konnten wir da nicht mehr, denn es war schon spät. Am Samstag gingen wir wieder in die Bibliothek, spielten "das Spiel des Lebens" und liehen dieses sowie Monopoly aus. Dann kauften wir Proviant für die kommenden Tage ein und gingen noch in einen Bücherladen. Ich wollte für mein Kind zwei Artikel für Ostern beso...

Kynosarges 2607

Heute ist Freitag, der 27. März, und ich sitze im Zug nach Stuttgart für den Gerichtstermin. Meinen letzten Eintrag schrieb ich am Sonntag, 15. März, ebenfalls im Zug; nach jener Zugfahrt traf ich mich noch bevor ich nach Hause kam mit einem Couchsurfer aus der Türkei und dessen Freund, die allerdings in erster Linie für eine Reise nach Köln gekommen waren. Wir trafen uns in einem Park für einen Spaziergang und ließen diesen in einem Café ausklingen, wo wir u.a. Fragen der Ein- und Auswanderung bezüglich Deutschlands und der Türkei und des interkulturellen Austauschs erörterten. Danach fuhren sie wieder nach Köln und ich endlich nach Hause; dort brachte ich alles für den kommenden Arbeitstag in Ordnung und ließ den Tag gemütlich ausklingen. Am Montag, 16. März, war wieder eine Arbeitsschicht, die reibungslos verlief, Dienstag nach der Schicht war ich etwas vom Bahnstreik betroffen,  was sich letztlich einfach lösen ließ, und konnte mich am Nachmittag mit einer Couchsurferin aus Arg...