Heute ist Donnerstag, der 23. April. Ich bin wieder mal im Zug, später dann auf meinem Boot, und schreibe an einem Eintrag weiter, den ich vor über einer Woche begonnen habe: Auch dieses Mal, Montag, 13. April, sitze ich, zwar nicht im Zug, aber am Bahnhof in Erwartung eines stark verspäteten Zuges. Meine Stimmung ist etwas gedrückt, nur ansatzweise durch die Bahnsituation, hauptsächlich deshalb, weil mich eine schwermütige Episode erreicht hat. Ich fühle mich niedergeschlagen, weil ich quasi endlos Zeit habe und hatte, um mich ausführlich um kreative Entfaltung kümmern zu können, und diese Zeit nicht genutzt habe, sie absichtlich habe verstreichen und die Langeweile über mich habe hereinbrechen lassen, während ich mich sinnloser Zerstreuung mit vielen Kontakten online hingegeben habe. Und ich verstehe mehr und mehr, woran das liegt. Ich fühle, dass ich nicht darum herumkommen werde, eine gewisse narzisstische Störung bei mir in Betracht zu ziehen: Es ist mir ein Bedürfnis, ...