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Kynosarges 2506

Heute ist der 1. April. 
Seit meinem letzten Eintrag vom 16./17. März ist manches passiert, was ich hier kurz zusammenfassen möchte:
Der Arbeitseinsatz endete zwar weiterhin mit Differenzen, aber dennoch friedlich. Weil ich der Klientin schon während der Nordseereise ein Geschenk besorgt hatte, was an jenem Nachmittag nur wenige Stunden nach meinem Dienst bei ihr eintraf, schickte sie mir ihre Freude darüber in meinen wohlverdienten Feierabend. Bei unserem Wiedersehen vergangenen Donnerstag auf Freitag war die Stimmung wieder ganz gelöst, sie zeigte mir ihre Freude darüber, dass ich für sie arbeite, und auch sonst war schnell alles wie zuvor, als wir harmonische Zeiten hatten. Dadurch löste sich auch mein Druck, dringend nach einer anderen Arbeitsstelle zu suchen. Dennoch wollte ich mich diesbezüglich auf die Suche machen.
Ich kam am 17. also nach Hause. Mein Langzeitgast war wohl am Schlafen, ich war ohnehin zunächst einmal von den neuen Gedanken zu neuen Arbeitshorizonten gefangen und beschäftigte mich diesbezüglich viel mit ChatGPT. Als mein Langzeitgast sich schließlich bemerkbar machte, konfrontierte ich ihn mit unter Tränen schriftlich gegebenen Rückzahlungsversprechen kurz vor meinem langen Arbeitseinsatz an der Nordsee. Natürlich war kein Geld da, was er zurückzahlen konnte oder wollte, obwohl seitdem so viele Tage dafür Zeit gewesen wären. Ich machte ihm klar, dass er bald gehen und sich schon jetzt nach Alternativen zum Bleiben umsehen müsse. Er bat umgekehrt, nachdem seine Pläne, am 25. nach Italien in ein Kloster zu gehen sich inzwischen wieder in Luft aufgelöst hatten, seinen Aufenthalt um einen Monat verlängern zu können, denn nun habe er tatsächlich Chancen eine Arbeit zu finden. So vergingen also die Tage vom 17. zum 22., da war die Geburtstagsfeier meiner Tochter, und dann vom 22. zum 27., als ich meinen nächsten Arbeitseinsatz hatte: Ich beschäftigte mich mit Gedanken zum Projektmanagement, schrieb schließlich sogar einige Bewerbungsmails, außerdem kam am 17. auch noch der vorläufige Pflichtteil aus dem Erbe meines Vaters, seine Witwe hatte also meinen Brief erhalten und entsprechend reagiert, außerdem tauschte ich mich mit meiner Schwerster und Miterbin über das weitere Vorgehen aus, was in eine recht heftige Mail an den Anwalt der Witwe mündete, mit strategischer Drohkulisse, falls nicht endlich die Erbsache final korrigiert würde. Außerdem kam immer wieder dazwischen Ärger mit meinem Langzeitgast, dem ich durch Flucht in Cafés - das Wetter war inzwischen schön frühlingshaft geworden - aus dem Weg ging. Ursprünglich, einige Wochen zuvor, hatte ich die Tage vom 17. zum 27. für Reisen, vielleicht sogar schon für den Start meiner Bootsreise, in Betracht gezogen. Das Ärgernis mit meinem Langzeitgast allerdings ließ es mir notwendig erscheinen, zuhause die Stellung zu halten und ihm Druck zu machen. 
Am 25. wies ich ihn an, zusammenzupacken und aufzuräumen. Am 26. erneuerte ich die Aufforderung, mit mehr Vehemenz. Am 27. schließlich, vor meinem Arbeitseinsatz, weckte ich ihn früh und mahnte erneut mit Nachdruck, dass er packen und aufräumen sollte - er kam ächzend an die Tür: Er sei kränklich... Als ich am 28. vom Arbeitseinsatz zurück kam, war noch nichts geschehen. Ich trommelte ihn aus dem Bett. Ich erwartete einen neuen Gast für diesen Tag, außerdem sollte mein Kind dieses Wochenende wieder zu mir kommen und ich wollte ihn bis dahin raus haben. Als ich also seine Sachen packte und auf einen Haufen warf, musste er zunächst weg zu einem Termin. Ich packte weiter sein Chaos zusammen, recycelte alte Behälter, um zumindest einigermaßen sinnvoll sortieren zu können, und als er wieder kam, flehte er um zwei Stunden, um alles schließlich allein fertigzuräumen. Das war mir recht, denn inzwischen war mein neuer Gast in der Stadt und ich begab mich auf eine Stadtführung mit ihm, die in einem Museum endete, wo ich ihn allein lassen wollte mit der Aussage, mich nun vorerst um mein Kind kümmern zu müssen und ihn dann später wieder zu treffen, was er gerne akzeptierte. 
Dies war allerdings nur teilweise wahr, denn ich befürchtete bereits, dass mein Langzeitgast noch nicht fertig sein würde, nahm also mein Kind in Empfang, verbrachte etwa eine Stunde in der Bibliothek mit einem neuen Spiel, einer Art Verbrecher-Fuchsjagd anhand diverser Merkmale, und ging dann mit Kind nach Hause. Und wie befürchtet, war mein Langzeitgast kaum vorwärts gekommen seit nunmehr drei Stunden, die ich weg gewesen war. Ich gab meinem Kind eine Beschäftigung in der Küche und machte meinem Langzeitgast die Hölle heiß. In etwa 30 Minuten hatte wir alles soweit verpackt und sauber gemacht und ich ihn vor die Tür gesetzt, dann trafen mein Kind und ich uns in der Stadt mit dem neuen Gast, einem jungen, freundlichen Mexikaner, der in Frankreich beruflich Fuß fassen wollte. Wir gingen in ein nettes Pizzalokal, hatten eine schöne Zeit, gingen dann alle nach Hause - mein Langzeitgast folgte uns dabei ins Haus, verschwand aber im Keller und ich versuchte keine Notiz davon zu nehmen - zuhause dann im endlich wieder halbwegs geordneten Wohnzimmer verbrachten wir einige Zeit mit Musik am Synthesizer, er hatte einen dabei von der Serie Korg Volca, von der ich drei andere besaß. Seiner ist digital und ziemlich leistungsfähig, meine analog und vergleichsweise weniger leistungsfähig, aber deswegen nicht uninteressant. Dann schließlich war Schlafenszeit für mein Kind und der neue Gast war auch müde. Mein Langzeitgast kam noch vorbei und wollte etwas von seinem Gepäck holen, zog sich dann aber wieder aus der Wohnung zurück. 
Samstag zog der neue Gast weiter und mein Kind und ich begaben uns gleichzeitig auf einen Ausflug nach Wuppertal, um einerseits mit der Schwebebahn zu fahren und andererseits den Wuppertaler Zoo zu besuchen, der einige neue Konzepte für etwas besseren Tierschutz verfolgte. Der Ausflug war rundum gut gelungen. Sonntag dann wollten wir zwar zuerst Inlineskaten, aber es war wieder kalt und windig geworden, so blieben wir für einige Runden Dominion zuhause und gingen nachmittags ins Schwimmbad, was inzwischen fast eine Tradition geworden war. Für das nächste gemeinsame Wochenende allerdings beschlossen wir, ein anderes Schwimmbad auszuprobieren. 
Mein Langzeitgast kam danach, Sonntag Abend und den Montag über noch einige Male, um etwas an seinem Laptop zu regeln, etwas zu kochen, etwas zu trinken usw. und eigentlich jedes Mal kam es mir wie ein Vorwand vor, zu versuchen, wieder in meiner Wohnung Fuß fassen zu können. Montag Abend wollte ich wieder Sandwiches an Bedürftige verteilen, wofür ich ihn wieder aus meiner Wohnung haben wollte, und er versuchte spürbar, mit vorgeblicher Suche nach irgendetwas mein Losgehen zu meinem Termin so zu sabotieren, dass ich möglicherweise ihn für diese Zeit alleine in meiner Wohnung lassen würde. Mit Vehemenz musste ich ihn hinauskomplimentieren und kam nun, obwohl ich meist rannte, eine oder zwei Minuten zu spät zum Treffpunkt, was aber verschmerzbar war. In der Nacht von Montag auf Dienstag schließlich bat er mich, weil ich ihm gesagt hatte, dass ich nun für etwa eine Woche verschwinden würde, darum, auf meinem eingebauten Dachboden schlafen zu können, was ich zuließ. Am heutigen Vormittag schließlich flehte er erneut darum, meinen Schlüssel wieder haben und während meiner Abwesenheit in meiner Wohnung bleiben zu können, aber dieser Zug war für mich abgefahren. Immerhin aber erlaubte ich ihm, meinen Wasserkocher, eine Tasse, einen Löffel und ein Verlängerungskabel für diese Zeit mitzunehmen, offensichtlich in einen allgemeinen Raum im Keller, für den er auf Nachfrage nicht meine Erlaubnis hat, wie auch, dieser gehört mir nicht und ich hatte ihm mehrfach mitgeteilt, sich alternative Bleiben zu suchen. Allerdings hatte ich ihm auch den Schlüssel zum Gebäude gegeben, damit er nicht mehr die ganze Nachbarschaft wach klingelt.
Gerade sitze ich im Zug nach Süddeutschland, um meine Mutter, Geschwister, Freunde und Boot zu besuchen. Just in diesen Minuten stellte sich ein neues Problem heraus: Obwohl ich meine Semestergebühr bezahlt hatte, sind weder meine Uni-ID noch mein Ticket verlängert worden, und weil heute mit dem 1. April das Wintersemester vorüber ist, wurde ich vom Zugbegleiter ohne Ticket ertappt, eine für sich eigene Art eines Aprilscherzes. Gleichzeitig war ich drauf und dran, den Geburtstag einer Freundin aus Südostasien zu vergessen, woran sie mich sanft erinnerte. Da sie gelegentlich hier liest: Alles Gute und Happy Birthday! Zum Glück wurden sie und die ihren vom Erdbeben nicht betroffen, auch wenn sie es in ihrer Stadt deutlich gespürt hat.
Mit meiner Schwester ergab sich die letzten Tage ein schönes, teils auch hitziges, fast sechs Stunden dauerndes Telefonat. Es ging ursprünglich um die Erbsache meines Vaters, aber im weiteren Verlauf noch um vieles mehr, teils auch sehr kontrovers. Ein Gedanke daraus hat mich nachhaltig bewegt und wird mir zukünftig zu denken und auch zu meditieren geben: Bislang stellte ich mir vor, dass das Leben im Wasser begann und irgendwann laufen und das Wasser mit sich mitzunehmen lernte - denn wie viele andere Lebewesen tragen wir ja bis zu 80% Wasser in uns herum. Ich stellte mir vor, Leben, Lebensprozesse, das seien Vorgänge der organischen Chemie, vor allen Dingen Kohlenstoffverbindungen, die in Form von Enzymen und mehrkettigen Molekülen zB als DNA unser Dasein definieren und dafür das Wasser benötigen als bestmögliche Umgebung, in der viele Stoffe in gelöster Ionenform vielfältig interagieren können. Durch Anregungen meiner Schwester drehte sich dieses Bild nun komplett herum: Das Wasser selbst ist das Lebewesen, das sich im Spiegel der Seele unter Zuhilfenahme der Kohlenstoffverbindungen vom übrigen Wasser zu lösen, zu trennen, und dank Enzymen, Molekülketten wie DNA usw., diese quasi als Werkzeuge, als "Skelett" benutzend, sich selbst zu organisieren, zu einem Organismus zu werden. Wasser kann sich als H2O-Moleküle vielfältig verketten und so viele verschiedene Muster schaffen und Erfahrungen festhalten. Wenn wir mit der Außenwelt in Kontakt kommen, geschieht dies immer über das Wasser: Der Augapfel ist benetzt und trägt Wasser in sich, die Hörschnecke und das Gleichgewichtsorgan sind beide von Wasser erfüllt, Geruch und Geschmack funktionieren über feuchte Schleimhäute, selbst der Tastsinn der Haut braucht Feuchtigkeit - überall sind wir als Wesen unmittelbar beteiligt. Mir leuchtete dieses Bild unmittelbar ein. Im weiteren Verlauf fiel mir ein, dass bereits Thales von Milet die Welt und das Leben aus dem Wasser entwickelte. Allerdings sind sowohl Wasserstoff als auch Sauerstoff Gase und erst in ihrer Verbindung wässrig, somit lohnt sich auch, Anaximenes, ein anderer Vorsokratiker wie Thales, zu verfolgen mit seiner Theorie, die Welt und das Leben aus der Luft zu entwickeln. Außerdem war der Wasserstoff das erste Element, das nach dem Urknall entstand, und die Sonne brütet Wasserstoff zu Helium aus. Zumindest aber inspirieren mich diese Gedanken dazu, mehr über die Welt und das Leben zu meditieren und hoffentlich so neue Erkenntnisse zu gewinnen.
In Bezug auf meine Velo-Proa und des Nomaden-Anzugs bin ich dabei, weitere Gedanken zu entwickeln: Der Ausleger der Velo-Proa soll ja in Verbindung mit zB drei ganzen Fahrrädern (oder einem Fahrrad vorn und zwei einfachen Ersatzrädern hinten angebracht) zu einem straßentauglichen Velo werden. Während ich natürlich einfach auf dem Fahrrad sitzen und die ganze Sache so fahren kann, hatte ich gelegentlich überlegt, über eine Kurbelwelle und eine zusätzliche Kette im Ausleger unter Dach sitzend das Fahrrad oder die Fahrräder zu steuern, aber dann hätte ich die Kurbelwelle und die Kette als zusätzlichen Ballast, wenn ich die Velo-Proa verkleinere und nur das nötigste im Nomaden-Anzug mitnehme. Also kann mir die Idee, das Fahrrad über Seilzüge und Umlenkrollen zu steuern, das würde einfacher zu transportieren und auch zu installieren sein. Inzwischen, darüber im Austausch mit dem bereits mehrfach genannten Freund, fanden wir sogar einige Entwürfe von Rädern, die über Seilzüge bedient werden können - das Konzept ist also grundsätzlich nicht neu. Des Weiteren kam ich bezüglich des Nomaden-Anzugs darauf, da ich ohnehin einige Netze als Grundausstattung dauerhaft bei mir haben möchte, diese als eine Art Hängematte zu nutzen, um zwischen zwei Bäumen unerreichbar für viele Landlebewesen schlafen zu können, unter einem Regencape-Tarp, und zusätzlich dachte ich noch, wenn ich Fahrräder nutze, dann ist es gut, eine gewisse Anzahl Ersatzschläuche bei mir zu haben, und diese kann ich ja für eine Art Floß oder Dinghy zusammen mit Netz, Flaschen und Tarp aufblasen und miteinander verbauen, allein schon, um flink einen Fluss oder See zu überqueren oder sogar, um von Landtieren unerreicht auf dem Wasser zu schlafen. Eine Idee für eine vernünftig umsetzbare Form eines solchen Dinghys oder Floßes kam mir noch nicht, aber zum Glück kann ich da eigentlich zuverlässig auf meine Kreativität vertrauen. Und ein weiterer Gedanke kam mir noch, denn da ich ja schon Netze und Flaschen habe seit Februar, seitdem aber noch nichts gebaut habe außer dem kleinen Experiment im Herbst, könnte ich im Sinne des Projektmanagements die Umsetzung diverser meiner Ideen, weil ich selbst offenbar nur schwer in Bewegung komme, ja an fähige Praktiker delegieren und so planen, was wann wie wo zusammenkommt.
Was bleibt nun noch? Ganz dringend, gleich morgen, muss ich mich um die Situation mit meiner Uni kümmern. Des Weiteren muss ich noch genauer organisieren, wann ich mit wem hier in Süddeutschland in Kontakt komme. Und nicht zuletzt muss ich auch schauen, sobald ich zurück bin, dass mein ehemaliger Langzeitgast endlich aus dem Keller verschwindet, muss dafür meinen Schlüssel wieder einziehen und meinen Wasserkocher usw. wieder zurückfordern, wenn der nicht dann bereits zerstört ist, was ich ihm leider zutraue. In Bezug auf das Fünfminutenschritt-Projekt konnte ich teils wieder aktiver und kreativer werden seitdem der Langzeitgast raus ist und in Bezug auf Erbe und Neuorientierung in der Arbeit muss ich einfach noch ein bisschen nachhaken. Ansonsten bleibt noch, mein Boot endlich in Bewegung zu bringen - mit dem neuen finanziellen Spielraum sollte das etwas leichter werden - , und nach einem PKW, wohl ein Ford Focus von etwa 2012, könnte ich mich auch bald umsehen, denn auch den könnte ich für beruflich neue Schritte wie auch fürs Nomadentum verwenden. Bis zum Wochenende werde ich in Süddeutschland sein, am Dienstag gibt es einen neuen 48h-Arbeitseinsatz auf Donnerstag, am Freitag eine weitere 30h-Schicht, dann habe ich mein Kind bis Montag, Dienstag, dann der 15., kommt ein weiterer Gast für eine Übernachtung, Mittwoch treffe ich meine Mutter, um mit ihr von Donnerstag auf Samstag in Luxembourg und dann Ostern in meiner Stadt mit meinem Kind und ab Osterdienstag zu dritt auf einer Reise bis zum folgenden Wochenende in Belgien zu verbringen. Ich bin gespannt, wie das alles wird. 
Soweit...

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