Direkt zum Hauptbereich

Posts

Kynosarges 2506

Heute ist der 1. April.  Seit meinem letzten Eintrag vom 16./17. März ist manches passiert, was ich hier kurz zusammenfassen möchte: Der Arbeitseinsatz endete zwar weiterhin mit Differenzen, aber dennoch friedlich. Weil ich der Klientin schon während der Nordseereise ein Geschenk besorgt hatte, was an jenem Nachmittag nur wenige Stunden nach meinem Dienst bei ihr eintraf, schickte sie mir ihre Freude darüber in meinen wohlverdienten Feierabend. Bei unserem Wiedersehen vergangenen Donnerstag auf Freitag war die Stimmung wieder ganz gelöst, sie zeigte mir ihre Freude darüber, dass ich für sie arbeite, und auch sonst war schnell alles wie zuvor, als wir harmonische Zeiten hatten. Dadurch löste sich auch mein Druck, dringend nach einer anderen Arbeitsstelle zu suchen. Dennoch wollte ich mich diesbezüglich auf die Suche machen. Ich kam am 17. also nach Hause. Mein Langzeitgast war wohl am Schlafen, ich war ohnehin zunächst einmal von den neuen Gedanken zu neuen Arbeitshorizonten gefange...
Letzte Posts

Kynosarges 2505

Ein neuer Eintrag nur wenige Tage später Sonntag Nacht am 16. März, weil sich Ereignisse, vor allem innere Gedankenströme, die letzten Tage zu überschlagen scheinen: Die Arbeit brachte mich an den letzten zwei Tagen vor lauter Stress fast zum Burnout, gefühlt, oder in die Nähe einer Depression oder was auch immer, jedenfalls bewegte ich mich zunächst auf Pfaden, auf denen ich überlegte, wie ich geschickt krank feiern und Berufsunfähigkeit abstauben kann, denn Symptome der Überanstrengung, nervlicher Überlastung ließen sich gewiss feststellen, auch nachhaltig. Dann jedoch kam mir ein neuer, optimistischerer Gedanke: Ich bin in falschen Beruf! Ich möchte intellektuell gefordert werden, aber bei meiner aktuellen Arbeit wird man für intellektuelle Tätigkeit beinahe sogar bestraft, zumindest resultieren die meisten Missverständnisse aus einem solchen Gefälle, wenn ich das mal vorsichtig so sagen darf. Meine Geduld und soziale Ader kamen gut zum Tragen in der Arbeit, aber ich möchte meinen G...

Kynosarges 2504

Es ist die Nacht vom 13. auf den 14. März. Ich liege im Bett in einer Ferienwohnung in Norddeich, die die Klientin für sich und ihren Partner und ihren Onkel und ihren Hund und offensichtlich auch für mich gebucht hatte, also barrierefrei und haustierfreundlich. Der Arbeitseinsatz ist soweit entspannt, allerdings war er die ersten Tage davon geprägt, für mich zumindest, dass die Klientin deutlich früher am Morgen als zu Arbeitstagen ihres Partners aufstehen wollte. Am Mittwoch hatte ich den Tag über frei und ging auf eine kleine Wanderung, auf der mich eine erhellende Vision überkam. Auf die möchte ich weiter unten eingehen, doch zunächst blicke ich zurück auf die vergangenen Tage. Es war vielleicht, vielleicht schon zu vermuten: Mein Langzeitgast ist noch nicht gegangen. Am 28. konfrontierte ich ihn damit, wie angedacht, allerdings erst abends, da er wie üblich tagsüber schlief, und wie zu erwarten fiel er aus allen Wolken, meinte, er bräuchte mindestens zwei Wochen, um zu gehen. Mit ...

Kynosarges 2503

Heute am 27. Februar abends am Anfang einer 40h-Schicht (von 19:00 heute bis 10:30 am Samstag sind es rechnerisch 39,5h) möchte ich über die vergangenen zwei Wochen zurückblicken, vor allem aber gleich zu Beginn festlegen, was mir die letzten drei Tage klar geworden ist: Mein Langzeitgast muss zum Wochenende gehen: Samstag Mittag kassiere ich die Schlüssel ein und gebe ihm bis Sonntag 18:00 Uhr 30h Zeit meine Wohnung zu verlassen. Gleichzeitig sage ich seinen Eltern Bescheid, damit sein Onkel ihn ggf. einsammeln kann. Für den Notfall könnte er noch bis Montag früh ausharren, aber für meine nächste Tagesschicht am Montag muss er draußen bleiben - nach dem angekündigten Rauswurf lasse ich ihn nicht mehr ohne meine Aufsicht in meiner Wohnung sein.  Die Tage seit dem letzten Eintrag möchte ich möglichst kurz zusammenfassen: Am 12. Februar nach der Arbeit hatte ich beinahe zehn Tage frei. Die ersten beiden verbrachte ich überwiegend zuhause, wobei für den 12. direkt eine neue Situation ...

Kynosarges 2502

Heute ist der 10. Februar. Seit dem 22. Januar ist wieder einiges passiert, wenn auch nicht so herausragend wie im Abschnitt davor. Seit dem Wochenende um den 18. Januar hatte die international größte Boot-Messe in Düsseldorf eröffnet, zu der zu gehen ich vorhatte, einmal allein, um Informationen zu sammeln, einmal mit Kind, um eine schöne Zeit dort zu verbringen. Nachdem ich am 22. noch einmal Sandwiches verteilen war, ging ich also am Donnerstag allein zur Messe, fand tatsächlich einige interessante Informationen über Elektroantriebe, die inzwischen erschwinglich waren, und über Badeplattformen, die als schwimmendes Dock und Basis für alles mögliche würden herhalten können, und natürlich viel mehr noch. Gleichzeitig waren mir Auftreten und Selbstverständnis vieler Luxus- und Motorbootinteressenten ein großes Ärgernis und erzeugten in mir viel Unverständnis bis Ablehnung. Einige Freunde konnte ich auch dort treffen. Mit Kind am Samstag dann nahm ich vor allem einige der Aktivitäten wa...

Kynosarges 2501

Es ist der 20. Januar, seit Ende Dezember des vergangenen Jahres, also seit dem letzten Beitrag ist sehr viel passiert, das es mir schwer macht, es alles in ein Bild zu bekommen. Ich las den Roman "Die Vermessung der Welt" von Daniel Kehlmann, der sich abwechselnd mit Humboldts Forschungsreise und Gauss' Forschungsdenken befasst, eine lohnende Lektüre, wenn ich das sagen darf, während ich letzte Woche verreist war. Die Wahl dieser Lektüre als Reisebegleitung war ziemlich zufällig, stellte sich jedoch als ziemlicher Katalysator heraus. Ziemlich mittig im Buch, im Kapitel "der Berg", äußert sich Humboldts Begleiter Bonpland über die bisherigen Reiseerlebnisse wie folgt: "Denke er an die vergangenen Monate, so sei ihm, als habe er dutzende Leben hinter sich, alle einander ähnlich und keines wiederholenswert. Die Orinokofahrt [Expedition des Vorjahres] scheine ihm wie etwas, wovon er in Büchern gelesen habe, Neuandalusien [heutiges Venezuela] sei eine Legende a...